Natürlich müssen Sie dahin gehen! Da passieren momentan Dinge, die Sie aus einer gewissen Distanz beobachten und erleben können, denn so schnell erhält man zweifelsohne nicht wieder so einen tiefen Einblick in die Ver-gangenheit unserer Stadt.
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| Sieht unspektakuläre aus, brachte aber viel Interessantes ans Tageslicht. |
Seit Anfang August 2026 untersuchen Fachleute des Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie eine knapp 100 Quadratmeter große Fläche hinter dem Erfurter Rathaus. Das Areal gehört zum Kerngebiet der zweiten jüdischen Gemeinde, die hier zwischen 1354 und 1454 lebte.
Bereits wenige Tage nach dem ersten Spatenstich stießen die Wissenschaftler auf unerwartet gut erhaltene Teile einer alten Hauswand des historischen Tanzhauses, welches damals als Versammlungs- und Festhaus diente. Geborgen wurden auch alltägliche Fundstücke: Keramikscherben, Tier-knochen und sogar ein mittelalterliches Klo.
Die Fundstücke geben Einblicke in den Lebensalltag der Erfurter vor Hunderten von Jahren.
| Die Landeshauptstadt Erfurt, deren jüdisch-mittelalterliches Erbe seit 2023 offiziell zum UNESCO-Welterbe gehört, plant auf dem Areal ein neues Besucher- und Informationszen-trum. Neugierige können das Gesche-hen bereits jetzt vor Ort über ein sogenanntes "Welterbe-Schau-fenster" in einem begehbaren Info-Center mit einer kleinen Begleitausstellung verfolgen. |
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