In Deutschland gibt es schätzungsweise 300 aktive Zirkusse. Etwa 90 Prozent davon sind kleine Familienbetriebe, das heißt, die Artisten, Techniker und Tierpfleger stammen oft alle aus einer Familie.
Während einige große, tierfreie Konzeptzirkusse (z.B. Circus Roncalli) große Erfolge feiern, kämpfen viele Familienzirkusse mit extremen Heraus-forderungen.
Hochkarätige Shows, wie sie der Circus Roncalli zeigt, ziehen bei einer großen Tournee schon mal 100 000 Besucher an. Dagegen sind kleinere Familienbetriebe sehr vom Tagesgeschäft abhängig und leiden unter äußeren Einflüssen. Regnet es, ist es zu heiß, dann bleiben die Bänke leer.
Um finanziell zu überleben, weiche viele kleine Betriebe in den Sommermonaten auf Mitmachen-Projekte mit Schulen und Kindergärten aus. In den Wintermonaten retten sich viele Zirkusfamilien mit speziellen Weihnachtsprogrammen. Insgesamt erwirtschaftet die Branche in guten Jahren rund 100 Millionen Euro - allerdings fließen knapp drei Viertel davon an die wenigen großen Veranstalter (3 - 5 Betriebe) in Deutschland.
Anmerkung: Für das absolute Jahreshighlight im Bereich des modernen Live-Entertainments sorgt zum Jahresender der Erfurter Weihnachtscircus vom 12. Dezember 2026 bis 3. Januar 2027 auf dem Erfurter Messegelände in einer Arena für internationale Spitzenartistik, Luftakrobatok und spektakuläre Motorrad-Stands.
