Die Fernwärmeversorgung der Stadtwerke Erfurt soll klimaneutral werden, wobei Tiefengeothermie (Link bitte klicken.) eine tragende Säule darstellt.
Mit der Umsetzung dieses Zieles haben die Stadtwerke bereits 2024 begonnen. In der gegenwärtigen Phase des Projektes werden bis Ende Mai 2026 seismische Messungen im Stadtgebiet auf einer Fläche von 136 Quadratkilometern durchgeführt.
Zu diesem Zweck wurden rund 20 000 Geophone im Stadtgebiet und der Umgebung ausgelegt.
Diese kleinen gelben Boxen sind das "Ohr" der Stadtwerke Erfurt (SWE). Es handelt sich um hochsensible Messpunkte. Die Boxen müssen unbedingt liegen bleiben, um brauchbare Messergebnisse zu erhalten. Die Boxen sind kabellos und haben einen GPS-Empfänger.
Demnächst werden Vibrationsfahrzeuge durch Erfurts Straßen rollen, die Schwingungen in den Boden schicken, die von Gesteinsschichten reflektiert werden. Diese kleinen gelben Boxen zeichnen dieses Echo auf, um ein 3D-Modell des Untergrundes zu erstellen.
Basierend auf diese Messungen wird festgelegt, wo eine oder mehrere erste Bohrungen niedergebracht werden, um die im Modell vermuteten Tempera-turen und Fließraten des Thermalwassers zu bestätigen.
Erst wenn diese Analysen erfolgreich sind, kann oberirdisch mit dem Bau des Geothermiekraftwerkes in Erfurt begonnen werden. Ein konkretes Fertig-stellungsdatum für ein Geothermiekraftwerk in Erfurt steht derzeit noch nicht fest.