Mit "La Valse / Le Sacre du printemps" gelingt dem Thüringer Staatsballett am Theater Erfurt ein mitreißender Doppelabend. Ravels "La Valse" verführt zunächst mit schillernder Eleganz, die sich tänzerisch immer weiter verdichtet und schließlich ins Abgründige kippt.
Strawinskys "Le Sacre du printemps" (siehe Bild oben) entfesselte danach pure archaische Kraft. Der Einsatz von echtem Regen auf der Erfurter Bühne verstärkte die Wucht dieser Choreogrrafie und schaffte Bilder von seltener Intensität. Das Ensemble tanzte mit beeindruckender Präzision und körperlicher Präsenz.
Ein Abend, der fordert, überwältigt und lange nachwirkt.
Das Erfurter Publikum dankte den Akteuren mit einem nicht endend wollenden Applaus, der von Bravo-Rufen begleitet war. Für mich völlig neu war, dass das Haus bis auf den letzten Platz ausverkauft war. Sogar die Stehplätze wurden an den Mann und die Frau gebracht. Auf unser Thüringer Staatsballett am Theater Gera Altenburg können wir zweifelsohne sehr stolz sein.

